Das Leben des Reformators und Universalgelehrten


Die letzten Jahre des "kleinen Griechen"

Mitte August 1557 reiste Melanchthon auf Befehl des Kurfürsten August zum Wormser Religionsgespräch. Am 27. Oktober 1557 erfuhr Melanchthon vom Tode seiner Frau (13. Oktober 1557), mußte jedoch bis Mitte Dezember 1557 in Worms verharren.

Philipp Melanchthon auf dem Totenbett
Am Tag nach seinem Tod
aufgenommen von Lucas Cranch d. J. 1560

Mittlerweile war aus Melanchthon ein alter, kränkelnder und von vielen Seiten angefochtener Mann geworden. Seit dem Tod seiner Frau verschlechterte sich Melanchthons Gesundheit zunehmend.
1560 erkältete er sich und erkrankte am bösartigen Wechselfieber.

Am 11 April hielt er im großen Hörsaal des Augustinerklosters seine letzte öffentliche Ansprache.
Am 19. April 1560 verstarb der nunmehr 63jährige, der nie Angst vor dem Tode gehabt hatte.

Auf seinem Grabmal in der Wittenberger Schloßkirche steht in lateinischer Sprache geschrieben:

„Hier ruht des höchst verehrungswürdigen Philipp Melanchthon Leib, der im Jahre 1560 den 19. April in dieser Stadt gestorben ist, nachdem er gelebt hat 63 Jahre 2 Monate 2 Tage."



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